Harald Naegeli - Düsseldorf
Die ersten Sprühfiguren von Harald Naegeli (1939) tauchten 1977 in Zürich auf und machten ihn unter dem Namen “Der Sprayer von Zürich” bekannt. 1979 hatte die Fahndung nach dem “Täter” Erfolg; Harald Naegeli flüchtete ins Ausland. In seiner Abwesenheit wurde er verurteilt “Der Angeklagte hat es verstanden, über Jahre hinweg und mit beispielloser Härte, Konsequenz und Rücksichtslosigkeit die Einwohner von Zürich zu verunsichern und ihren auf unserer Rechtsordnung beruhenden Glauben an die Unverletzlichkeit des Eigentums zu erschüttern“ und 1984 – unter massiven Protesten von Künstlern, Vermittlern und Politikern – an die Schweiz ausgeliefert, wo er seine Gefängnisstrafe verbüste.
Nach Düsseldorf zurückgekehrt, widmete er sich neben seinen Graffiti verstärkt Zeichnungen, grafischen Arbeiten und politischen Anliegen wie dem Kampf gegen Tierversuche. 1987 sprüht er als Anklage gegen die Verpestung des Rheinwassers durch die Basler Chemiefirma Sandoz den “Totentanz der Fische”.
Noch immer sind die Figuren des Sprayers an zahlreichen Orten zu finden, vor allem in Köln, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart.