Bewegt man sich durch unsere Städte, entdeckt man spontane bis ins Detail durchdachte Kunstwerke. Wie kommen Sie dorthin? – fragen sich viele Menschen, denn beauftragt wurden sie nicht. Und was überhaupt ist der Antrieb, der die Künstler dazu bewegt, den öffentlichen Raum als Ausstellungsfläche zu nutzen? Es gibt unzählige Antworten auf diese Fragen und die Motivation für das Tun ist vielfältig – es werden politische, gesellschaftskritische, poetische oder philosophische Inhalte verarbeitet, Rebellion und rein visuell ästhetische Aussagen werden transportiert.
Bei diesen Kunstwerken findet man auch kaum einen regionalen Schwerpunkt. Die Methode ist universell, so wird sie weltweit adaptiert. Trotzdem lassen sich die künstlerischen Vorreiter in keine enge Schublade mehr einordnen. Inhaltlich und ästhetisch gehen sie eigene Wege. Man sieht also, dass es wenig Sinn macht, allgemeingültige Begrifflichkeiten für das Tun der Künstler zu finden, denn dafür sind sie zu unterschiedlich. Das fällt uns schwer, wo wir doch so gerne allem einen Überbegriff geben.
Um uns aber zu beruhigen, einen roten Faden kann man erkennen: Alle nutzen den öffentlichen Raum als Ausstellungsfläche – gerne ungefragt.
beyond STREET ART will diese Formen der Kunst dokumentieren und Hintergründe erläutern. Dazu laden wir neun Künstler aus fünf Ländern nach Düsseldorf
ein und stellen sie in verschiedenen Galerien im Stadtteil Flingern über einen Zeitraum von einer Woche aus.